Umweltfreundlichkeit

Umweltfreundlichkeit

Die "neue" F-Gase Verordnung seit dem 01.01.2015

Die Verordnung (EU) Nr. 517/2014 über fluorierte Treibhausgase hat zum Ziel die Emissionen von F-Gasen zu reduzieren. Drei Teilbereiche wirken auf die Verwendung von HFKW-Kältemitteln ein.

  • Verwendungs- und Inverkehrbringungsverbote

  • Verschärfung der Regelungen für die Entsorgung und Kennzeichnung, die Zertifizierung und Dichtheitsprüfungen

  • Schrittweise Beschränkung der am Markt verfügbaren Kältemittelmengen, das sogenannte Phase down, bzw. Quotierung

 

Informationen hierzu können Sie aus den Unterlagen des ZVKKW (Zentralverband Kälte Klima Wärmepumpen) und des EPEE (European Partnership for Energy and the Environment) entnehmen, sowie aus einer aktuellen Veröffentlichung der Bonner Stimme. Zudem haben wir hier die wesentlichen Punkte kurz für Sie zusammengefaßt.

Phase down der Kältemittel zeigt Wirkung

Das Umweltbundesamt bezeichnet es auch als Kernelement der F-Gase Verordnung, das sogenannte Phase down bei den fluorierten Kältemitteln (HFKW's).

Was bedeutet Phase down?

Gemeint ist die schrittweise Verringerung der in den europäischen Markt gebrachten HFKW-Mengen auf Grundlage von CO2-Äquivalenten. Als Ausgangswert (100%) zum Inkrafttreten der Verordnung 2015 wurde die durchschnittliche Jahresmenge der Jahre 2009-2012 angesetzt. Bis 2030 soll die Menge so auf 21% des Startwertes gesenkt werden.

Was sind die Auswirkungen?

Die prozentuale Reduktion fiel ab dem Jahr 2016 mit zunächst 7% gering aus. Dieser Wert gilt noch bis Ende 2017 und zeigte erwartungsgemäß zunächst nur eine geringe Auswirkung. Allerdings gilt ab dem Jahr 2018 eine weitere Reduktion um 30% auf nunmehr 63% des Ausgangswertes. Das bedeutet eine Verringerung um mehr als 1/3 gegenüber 2015. Im Laufe dieses Jahres haben sich daher quasi als Vorbereitung die Preise für einige Kältemittel zum Teil drastisch erhöht, R404A bspw. ist nun um mehr als das Fünffache teurer als zu Beginn des Jahres 2017. Aber das Resultat ist nicht nur eine Preissteigerung. Viel gravierender ist die sich ergebende Verknappung von Kältemitteln. Warum ist das so? Aufgrund der Quotierung haben die Händler nur noch ein bestimmtes CO2-Äquivalent, welches sie in den Markt bringen dürfen. Das CO2-Äquivalent beschreibt das Treibhauspotential eines Kältemittels im Verhältnis zum Treibhauspotential von CO2 (=1) und wird auch als GWP-Wert (global warming potential) ausgedrückt. Die Händler sind deshalb bestrebt, weniger Kältemittel mit hohen GWP-Werten zu vertreiben, was mitunter schon jetzt zu Verknappungen führt.

Ein Beispiel dazu:

1kg R404a * 3922kgCO2/kg = 3,922t CO2-Äquivalent

1kg R1234ze * 1kgCO2/kg = 0,001t CO2-Äquivalent

Für die identische Menge CO2-Äquivalent können also entweder 1kg R404a verkauft werden oder 3922kg R1234ze. Um aufgrund der Quotierung keine Umsatzeinbußen zu erleiden, sind die Händler gezwungen mehr Kältemittel mit möglichst niedrigem GWP zu verkaufen.

Was kann man tun?

Um zukunftssicher zu sein, empfiehlt es sich also schon heute auf Low-GWP-Kältemittel zu setzen. Die Reduktion der CO2-Äquivalente fällt gerade in den nächsten Jahren sehr groß aus, so daß die Verknappung von High-GWP-Kältemitteln immer stärker wird. Auch wenn diese also nicht direkt verboten sind, so werden sie schwerer zu beschaffen sein und nicht alle Anlagen können problemlos auf alternative Kältemittel umgestellt werden. So bleibt evtl. nur die Stillegung. Die Quotierung kann sogar ganz umgangen werden, wenn von der F-GaseV ausgenommene Kältemittel wie bspw. R1234ze für Kompressionsmaschinen oder R718 (Wasser) für Absorptionsmaschinen gewählt werden. Der Handel kann hier uneingeschränkt verkaufen. Zudem lassen sich damit sehr innovative und effiziente Anlagen gestalten.

Entsprechende Produkte können Sie bei uns hier finden. Gerne stellen wir Ihnen aus den zahllosen Möglichkeiten eine passende Systemkonfiguration zusammen.

  • Fachbetrieb gem. Wasserhaushaltsgesetz § 19 I (WHG)
  • Sachkundige gem. § 32 Betriebssicherheitsgesetz
  • Fachbetrieb gem. VDI 6022, Hygiene
  • Innung für Kälte- und Klimatechnik Berlin-Brandenburg
  • SHK-Innung Berlin
  • Fachverband Gebäude-Klima e.V.
  • ÜWG Überwachungsgemeinschaft Kälte- und Klimatechnik e.V.
  • Verband Deutscher Kälte-Klima-Fachbetriebe e.V.